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EDITORIAL Ausgabe 83

Liebe Leser,

 

... gerade sind wir vom Jubiläumskongress der DGEIM zurück, und die Eindrücke sind so frisch, dass ich noch eine Weile brauchen werde, bis ich eingeordnet habe, wer mir da alles auf der Bühne und am Stand begegnet ist. Bei der Fraktion, die an der offiziellen Terminologie andockt und von Neutrinos, Maxwell-Gleichungen oder Wasserstoff erzählt, klappt das ja noch ganz gut. Aber was tut man zum Beispiel mit Physikern, die sich als Biosensoren bezeichnen und der unsichtbaren Materie nachspüren? 

Mit Nahtoderfahrenen, die eine mehrdimensionale Kosmologie präsentieren – inklusive Elementen wie Celestallin und Hydrolase, von denen noch nie wer gehört hat? Oder mit Heilern, die Biophotonenspiegel entwickelt haben, mit denen sich die Steuerfrequenz der DNS wiederherstellen und auch der ein oder andere Chemtrail wegballern lässt? 

 

Während ich mich langsam auf dem Kongress eingroovte und unser Magazin vorstellte, fragte ich mich, wie wir eigentlich in dieses Potpourri hineinpassen. Kann man uns irgendwie einordnen?

 

Nimmt man etwa unseren Leitartikel, könnte man uns für Forteanisten halten. Daniel Loose ist nämlich nach seinen Recherchen zum 411-Phänomen in der Spur geblieben und hat weitere Orte aufgetan, an denen unsere ach so messbare Realität mit einer Welt kollidiert, die sich einfach nicht den Gesetzen des Verstands unterordnen mag. Die Minifakten aus den Fallbeispielen, die er zitiert, sind so skurril, dass man sie am liebsten ignorieren würde – aber genau das könnte der Fehler sein. Ich bin übrigens sicher, dass jeder von uns schon einmal Kontakt zu dieser Anderswelt hatte. Wir reden nur nicht darüber, weil die Erfahrung das Realitätsgerüst sprengt, in das wir hineinerzogen wurden.

 

Manch einer könnte uns auch für Gesundheitsapostel halten, denn regelmäßig bringen wir Artikel zu Natur- und Komplementärmedizin wie den über Nagalase oder das Interview über Phytocannabinoide in diesem Heft. Gerade das Beispiel Endocannabinoid-System zeigt, wie eng verknüpft Natur und Körper eigentlich sind und dass wir deren Zusammenspiel noch lange nicht verstanden haben. Die Forschungen sind so aktuell, dass bei Cannabisprodukten noch Sprachgewirr herrscht – erwarten Sie also noch weitere aufklärende Artikel in diese Richtung.

 

Sind wir vielleicht Impfkritiker? Das kann man wohl sagen, und unser Artikel von Barbara Loe Fisher zeigt, warum. Ein offizielles Narrativ, das bei genauerem Hinsehen pure Stimmungsmache ist, von Unmengen an Regierungs- und Stiftungsgeldern genährt wird und Gefahr läuft, zum Dogma zu verkommen, braucht einfach Gegenstimmen. Dass über das Bashing der Leitmedien die Fakten vergessen werden, zeigen die Analysen des französischen Onkologen Gérard Délepine, die mich zu einer Bitte bewegen: Prüfen Sie seine Recherchen und geben Sie den Artikel an Eltern weiter, die den Impfempfehlungen folgen, denn Gardasil ist ein riesiges Freilandexperiment.

 

Skeptiker ordnen uns auch gerne in die Fraktion der Mondlandungsleugner ein, sind wir welche? Hu, ha! Gute Frage! Nun, LRO-Aufnahmen und Triangulationsmessungen sind schwer wegzudeuten, und die Masse an Indizien spricht dafür, dass die Amis oben waren. Fakt ist aber auch, dass uns alles über dieselben Medien ins Hirn gelatscht wurde, die uns bei anderen geopolitischen Fragen frech belügen, und dass alles im größten Propagandakrieg der Neuzeit stattgefunden haben soll. Ich betrachte kritische Artikel inzwischen als großartiges Medienkompetenztraining – und lerne nebenbei so einige Abgründe der Raumfahrt kennen.

 

Auch in die Ufo-Ecke könnte man uns stecken, denn seit Jahren präsentieren wir Geschichten von Kontaktlern und Augenzeugen. In dieser Ausgabe hat Alec Newald, den Sie schon aus früheren Heften kennen, noch einen draufgepackt, und Sie sollten sich Ihre Schuhe wirklich festbinden, wenn Sie lesen, was seine ET-Kontakte über die Beschaffenheit unserer Welt vom Stapel lassen.

 

Sie sehen schon: Für das, was wir hier publizieren, gibt es eigentlich keine Schublade. Es ist getragen von der Überzeugung, dass die Karte der Welt, die uns vorgezeichnet wird, noch lange nicht vollständig ist – und auch einige einflussreiche Kartenfälscher am Werk sind.

 

Aber etwas ist mir beim Kongress dann doch klar geworden: Wer wie wir schon am Bedini-Rad und anderen verheißungsvollen alternativen Ansätzen gescheitert ist, der bewahrt sich eine gewisse Distanz, lässt Eindrücke sacken und surft nicht gleich auf jeder Euphoriewelle mit.

 

Am besten hat unsere Position wohl DGEIM-Präsident Dr. Hendrik Treugut auf den Punkt gebracht, als er einen enthusiastischen Vortrag trocken mit einem Zitat kommentierte: Wer seinen Kopf öffnet, der muss aufpassen, dass das Gehirn nicht herausfällt.

 

Halten Sie also beim Lesen schön Ihren Schädel fest!

 

Herzlichst

 

Ihr Daniel Wagner

Quelle = nexus-magazin.de